Das Landesausbildungswochenende hat dieses Jahr vom 8. bis 10. Mai 2009 auf dem Pfadfinderlagerplatz Lohmen statt gefunden. Natürlich waren auch einige von uns mit von der Partie.
08.05.2009
Um halb sechs haben wir uns am Hauptbahnhof in Dresden getroffen und sind dann mit der S-Bahn nach Lohmen gefahren. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir auf dem Zeltplatz an, wo uns Kay schon erwartete. Der Materialtransport war noch nicht eingetroffen und so vertrieben wir uns die Wartezeit mit Frisbee-Spielen. Als es eine klare Siegermannschaft gab, entdeckten Felix, Früchtchen und Benny das noch feuchte Heu als potentielles Kokelmaterial und innerhalb kürzester Zeit stank es auf dem ganzen Platz erbärmlich nach verbranntem Gras.
Nach einiger Zeit trafen dann sowohl der Materialtransport als auch die Leipziger vom Stamm Leo ein und schon ging es ans Kohtenaufbauen. Von unserer Sippe waren Lilly, Felix, Benny und Früchtchen mit dabei. Mit ein bisschen Hilfe von Kay und Franzi schafften wir es, die Kohte aufzubauen und richteten sie uns natürlich gleich gemütlich ein.
Dann musste noch die Jurte aufgebaut werden und als das geschafft war, gab es um 22:00 Uhr auch endlich Essen. Nachdem wir noch kurz gesungen hatten, verkrochen wir uns in den Schlafsäcken, aber eingeschlafen sind wir erst, als Kay und Franzi auch da waren.
09.05.2009
Heute früh ist uns das Aufstehen echt schwer gefallen und fast keiner ist pünktlich zum Morgenkreis gekommen. Nach dem Frühstück in der Jurte bekamen wir Besuch von Phileas Fogg, der auf seiner 80-tägigen Reise um die Welt gerade seinen treuen Diener Passepartout aus den Augen verloren hatte.
Offenbar befanden wir uns in Indien und ohne Passepartout schien dem englischen Gentleman die Weiterreise unmöglich. Um ihn bei der Suche nach seinem Diener zu unterstützen, mussten wir natürlich erstmal ausgebildet werden, damit wir uns im indischen Dschungel überhaupt orientieren könnten. Also wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt und lernten an vier Stationen den Umgang mit Kompass und Karte und wie man ein Kroki anfertigt.
Auf diese Weise vorbereitet zogen wir in zwei Gruppen los, um mit Hilfe unserer Krokis zum Steinernen Tisch zu gelangen, wo sich Gerüchten zufolge Passepartout aufhalten sollte. Die erste Gruppe, Lilly, Felix und Früchtchen, wurde auf der Wanderung von Franzi begleitet, während Kay die zweite Gruppe unterstützte. Damit wir auf dem langen Weg keinen Hunger leiden müssten, nahmen wir alle ein Lunchpaket mit. Wir, die erste Gruppe, bekamen etwa eine halbe Stunde Vorsprung, aber da wir schon nach 20 Minuten Mittagspause machten, hatte uns die zweite Gruppe schnell eingeholt. Der Weg zum Steinernen Tisch war sehr schön, aber länger als nötig, denn trotz Kroki und Karte verliefen wir uns. Am Ende war unsere Gruppe trotzdem als erste am Steinernen Tisch und so hatten wir Zeit für eine ausgedehnte Pause.
Als dann auch die zweite Gruppe eingetroffen war, machten sich alle auf die Suche nach Passepartout, aber der war, wie uns ein Wegzeichen verriet, schon nachhause zum Lagerplatz gegangen. Nach einer guten Stärkung mit Waffeln, Kuchen und Melone machten wir uns also wieder auf den Rückweg. Diesmal liefen beide Gruppen gemeinsam und irgendwann kamen auch alle völlig erschöpft auf dem Lagerplatz an.
Doch wir hatten nicht viel Zeit, uns auszuruhen, denn unsere Aufgaben waren noch nicht erledigt. Die Briten hatten ein indisches Dorf in der Nähe völlig von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten und ohne unsere Hilfe drohten die Bewohner zu verhungern. In einem spannenden Geländespiel kämpften wir in drei Gruppen darum, wer die meisten Lebensmittel vom Bauern ins Dorf schmuggeln könnte. Das war gar nicht so einfach, wie es klingt. Erstmal mussten wir uns durch Erfüllung von Aufgaben beim Holzfäller und Händler Geld verdienen, mit dem wir dann beim Bauern einkaufen konnten. Auf dem Weg zum Dorf versuchte der britische Soldat, uns die eben erstandenen Lebensmittel wieder abzunehmen.
Als wir das Dorf ausreichend mit Lebensmitteln versorgt hatten, ging es zurück zum Lagerplatz, wo wir uns zum Abendessen Nudelsalat mit Steaks und Würstchen schmecken ließen.
Anschließend sangen wir etwas länger als gestern, aber als die ersten in der Singerunde eingeschlafen waren, stolperten wir dann doch müde ein jeder in seine Kohte.
10.05.2009
Heute früh wusste kaum einer Nomos fröhliches und motiviertes "Guten Morgen!" zu schätzen, denn alle waren noch ziemlich müde. Nachts hatte es geregnet und auch jetzt sah das Wetter nicht besonders vielversprechend aus.
Nach der Morgenrunde und dem Frühstück traten wir in drei Gruppen in einem Wettbewerb gegeneinander an. Wir mussten unser Wissen übers Pfadfinden und unsere Geschicklichkeit im Gummistiefelweitwurf beweisen und pantomimisch dargestellte Kartenzeichen erraten. Anschließend ging's ans Saubermachen und Aufräumen.
Zum Mittag ließen wir uns Spagetti Bolognese schmecken und dann hieß es auch schon, alles fertig zu packen. Um 13.00 Uhr machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bahnhof. Schließlich kamen wir sogar schon zwei Stunden früher als geplant auf dem Dresdner Hauptbahnhof an, wo wir von unseren Eltern abgeholt wurden.
Es war ein schönes Lager mit gutem Wetter und wir freuen uns schon auf's nächste Lager zu Pfingsten.






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